
Pioniere und die Erschließung der Dolomiten
Die Geschichte des Bergsteigens in den Dolomiten begann mit mutigen Pionieren: Wohlhabende Städter suchten das Abenteuer und fanden es an der Seite erfahrener Einheimischer. Diese Gebirgsjäger und Bauern kannten die Gipfel wie kein anderer und wurden so zu den ersten Bergführern unserer Region.

Erstbesteigung des Langkofels
Ein Meilenstein dieser Ära war die Erstbesteigung des Langkofels im Jahr 1869. Der Wiener Paul Grohmann erreichte den Gipfel unseres Wahrzeichens gemeinsam mit dem Sextner Franz Innerkofler und dem Kärntner Peter Salcher. 1885 wurde die Grödner Sektion des „Deutsch-Österreichischen Alpenvereins” gegründet: Diese koordinierte die Tätigkeit der einheimischen Bergführer. Was mit nur vier Bergführern begann, wuchs bis zum Ersten Weltkrieg auf eine stolze Gruppe von dreißig an.

Seither ist die Bergführertradition ein fester Pfeiler des Grödner Tourismus und der stetig wachsenden Alpinkultur.

Seither begleiten die einheimischen Führer ihre Gäste das ganze Jahr über sicher durch die Dolomiten.
Das Erbe von Batista Vinatzer
In den 1930er Jahren prägte eine außergewöhnliche Persönlichkeit das Klettern in den Dolomiten: Batista Vinatzer. Bekannt für sein außerordentliches Können und seine bescheidene Art, gelangen ihm legendäre Erstbegehungen, wie in der Nordwand der Furchëta oder der Südwand der Marmolada. Sein Geist lebt in der 1954 mitgegründeten Klettergilde der „Catores“ weiter, die bis heute untrennbar mit der Grödner Bergrettung verbunden ist.
Qualität durch Tradition und Ausbildung
Mit dem Aufschwung des Tourismus nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich das Bergführerwesen hin zu höchster Professionalität und strengen Standards. Heute garantiert eine dreijährige, intensive Ausbildung Sicherheit am Berg. Seit jeher sind Mitglieder der Catores in der Bergführerausbildung tätig und geben dort ihr wertvolles Wissen und ihre Erfahrung an junge Anwärter weiter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen Skifahren und Skitouren stetig an Popularität und machten die Dolomitengipfel so zu attraktiven Zielen für den Winter.

Die Ausrüstung hat sich gewandelt, der Leidenschaft ist derselbe geblieben. Wir genießen jede Minute die wir in unseren Hausbergen unterwegs sind!

Gründung der Alpinschule Catores
Im Jahr 1980 wurde schließlich die Alpinschule Catores ins Leben gerufen. Unser Name – das ladinische Wort für Steinhuhn – lehnt an die renommierte Klettergilde an. Es wurde vereinbart, dass nur Mitglieder der Klettergilde sich der Alpinschule anschließen dürfen - Voraussetzung ist natürlich die staatliche Ausbildung zum Bergführer oder Bergführerin.

Unsere Philosophie heute
Heute besteht die Alpinschule aus 19 Bergführern, die allesamt auch ehrenamtlich in der Bergrettung aktiv sind. Wir sind eine Gemeinschaft von Kletterbegeisterten, in der Freizeit sind wir oft gemeinsam in den Bergen unterwegs.
Für uns ist es jeden Tag ein Privileg, unsere Leidenschaft mit unseren Gästen zu teilen und sie sicher durch die faszinierende Bergwelt der Dolomiten zu begleiten.
Der Graue Pullover ist bis heute das Markenzeichen der Klettergilde Grödens.

Bergretter, Alpinisten und Bergführer vereint in der größten Alpinschule Südtirols.
